Die Gürtelrose ist eine Virenerkrankung. Sie wird durch dieselben Viren hervorgerufen wie die Windpocken – nämlich den Varicella – Zoster – Viren (Herpes – Viren).
An den Windpocken leidet man meist im frühen Kindesalter. Die Krankheit geht irgendwann vorbei – doch die Viren bleiben weiterhin – in manchen Fällen sogar ein Leben lang – im menschlichen Körper. Sie sind nämlich in der Lage, zu den Nervenknoten der Wirbelsäule bzw. zu den Nervenknoten des Gehirns zu wandern, wo sie sich dauerhaft einnisten. Das heisst aber nicht automatisch, dass eine Krankheit – wie zum Beispiel die Gürtelrose – ausbrechen muss.
Das Virus kann jedoch durch bestimmte Umstände und Einflüsse reaktiviert werden, sodass es über die Nervenbahnen wieder zurück zur Haut wandert. Dadurch entwickelt sich dann wiederum die Gürtelrose. Die Auslöser für solch eine Reaktivierung sind aber bis heute noch nicht eindeutig geklärt.
Sicher ist jedoch, dass gerade Menschen mit einem schwachen Immunsystem (AIDS – oder Krebskranke) sehr häufig an Gürtelrose leiden. Sogar verschiedene Medikamente können für den Ausbruch der Gürtelrose verantwortlich sein; zum Beispiel TNF-Blocker, die bei Rheumaerkrankungen zum Einsatz kommen. Weitere Ursachen für eine Gürtelrose können Vererbung, Stress, seelische Belastungen, eine schwere Grippe, starke Sonneneinstrahlung und eine erneute Infektion mit dem Windpockenerreger sein.
