Das Gürtelrose Portal

Gürtelrose.org wurde ins Leben gerufen, um ein umfangreiches Informationsportal rund um die Gürtelrose zu Verfügung zu stellen. Wir informieren Sie umfangreich über Gürtelrose Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten, damit Sie möglichst schnell wieder gesund werden.

Die Gürtelrose ist eine Hauterkrankung, die durch eine Infektion der Windpocken auftreten kann. Meist ist dies eine Spätfolge davon und kann wirklich nur dann entstehen, wenn in der Vergangenheit schon eine Windpockeninfektion bestand. Bei einer Gürtelrose handelt sich es meist um einen sehr schmerzhaften Hautausschlag.

Das Varicella-Zoster-Virus kann in bestimmten Mengen in den Nervenzellen überleben, nachdem die Windpocken-Infektion schon verheilt ist. Tritt das Virus erneut auf, erkranken die Betroffen nicht erneut an Windpocken, sondern bekommen die sogenannte Gürtelrose. Diesen Verlauf nennt man dann Zweitinfektion. Grundsätzlich ist eine Gürtelrose ansteckend, doch nur für diejenigen, die bisher noch nicht an Windpocken erkrankt sind.

Die Bezeichnung der Gürtelrose kommt von der Krankheit selbst: Man bekommt einen Hautausschlag, genau wie bei der Windpocken-Infektion. Der Ausschlag breitet sich von der Wirbelsäule aus gürtelförmig entlang um den restlichen Körper herum aus. In den meisten Fällen heilt eine Gürtelrose innerhalb weniger Wochen ab.

Häufigkeit
Im Jahr erkranken circa 400 von 10.000 Menschen an einer Gürtelrose. Meist erfolgt dies erst nach dem 45 Lebensjahr, doch die Häufigkeit ist zwischen dem 60 und 70 Lebensjahr noch viel größer. Auch bei Immungeschwächten Menschen ist die Wahrscheinlichkeit, an Gürtelrose zu erkranken, sehr hoch. Doch auch bei Kindern oder jüngeren Erwachsenen kann die Krankheit schon auftreten.

Die Gürtelrose wird alles in allem oftmals unterschätzt. Je nach allgemeiner Verfassung des Erkrankten kann die Gürtelrose die Gesundheit des Menschens erheblich schädigen. Wird die Infektion nicht zeitnah behandelt, kann sich der Herpes zoster Virus weiter ausbreiten. Die Gürtelrose kann so zu einer äußerst schmerzenden Erkrankung führen. Auch wenn die Gürtelrosen-Infektion langsam abheilt, können Sie mit weiteren Hautpflegeprodukten die Gesundheit der Haut fördern.

Ursachen für eine Gürtelrose

Die Gürtelrose ist eine Virenerkrankung. Sie wird durch dieselben Viren hervorgerufen wie die Windpocken – nämlich den Varicella – Zoster – Viren (Herpes – Viren).
An den Windpocken leidet man meist im frühen Kindesalter. Die Krankheit geht irgendwann vorbei – doch die Viren bleiben weiterhin – in manchen Fällen sogar ein Leben lang – im menschlichen Körper. Sie sind nämlich in der Lage, zu den Nervenknoten der Wirbelsäule bzw. zu den Nervenknoten des Gehirns zu wandern, wo sie sich dauerhaft einnisten. Das heisst aber nicht automatisch, dass eine Krankheit – wie zum Beispiel die Gürtelrose – ausbrechen muss.

Das Virus kann jedoch durch bestimmte Umstände und Einflüsse reaktiviert werden, sodass es über die Nervenbahnen wieder zurück zur Haut wandert. Dadurch entwickelt sich dann wiederum die Gürtelrose. Die Auslöser für solch eine Reaktivierung sind aber bis heute noch nicht eindeutig geklärt.
Sicher ist jedoch, dass gerade Menschen mit einem schwachen Immunsystem (AIDS – oder Krebskranke) sehr häufig an Gürtelrose leiden. Sogar verschiedene Medikamente können für den Ausbruch der Gürtelrose verantwortlich sein; zum Beispiel TNF-Blocker, die bei Rheumaerkrankungen zum Einsatz kommen. Weitere Ursachen für eine Gürtelrose können Vererbung, Stress, seelische Belastungen, eine schwere Grippe, starke Sonneneinstrahlung und eine erneute Infektion mit dem Windpockenerreger sein.

Wir zeigen Ihnen die Symptome

Die ersten Anzeichen für eine Gürtelrose, sind Schmerzen im Hüftbereich und äußerliche Veränderungen der Haut. Jeder der früher einmal Windpocken hatte, kann an einer Gürtelrose erkranken. Es sind sogenannte Windpocken die früher nicht ausgebrochen sind. Man nennt diese auch, die schlafenden Windpocken, die in den Nervenbahnen liegen. Brechen die Windpocken aus, bilden Sie einen Hautausschlag der gürtelförmig verläuft. Es ist nur eine bestimmte Stelle am Körper, die betroffen ist, anders als bei Windpocken, wo der ganze Körper betroffen ist. Es wird Gürtelrose genannt, da nur bestimmte Körperstellen, von dem Ausschlag betroffen sind.

Ein weiteres Anzeichen einer Gürtelrose ist, das man sich einfach krank fühlt. Müdigkeit und leichtes Fieber machen sich breit. Nach einigen Tagen kommen Schmerzen dazu, die brennend und heftig sein können. Man kann nicht genau definieren, woher der Schmerz wirklich kommt. Die entsprechende Stelle ist gerötet, und schwillt etwas an. Einige Zeit später bilden sich rote Punkte, wie Windpocken. Die können zu Bläschen werden, die dann wässrige, oder sogar blutige Flüssigkeiten enthalten.

Der Hautausschlag beginnt meistens an der Wirbelsäule, und geht dann um den Körper gürtelförmig herum. Es können auch zusätzliche Lähmungen auftreten, was aber eher selten ist.

Eine Gürtelrose sollte unbedingt behandelt werden, die Krankheit kann sich nämlich auch Im Gesicht aus breiten, unter anderem am Auge, was auch zur Erblindung führen kann. Auch die Kopfhaut, Nase, Stirn und Wangen können betroffen sein.

Auch eine Gürtelrose am Ohr kann gefährlich werden, da es bei Nicht Behandlung auch zur Gesichtslähmung kommen kann. Auch eine Lähmung am Hals ist möglich, wenn die Gürtelrose nicht behandelt wird. Die Gürtelrose kann auch am Kiefer und im Genitalbereich auftreten. Das wichtigste ist, wenn man an einer Gürtelrose erkrankt ist, dass man sich ärztliche Hilfe holt. Die Gürtelrose kann mit Tabletten und Cremes behandelt werden. Jedoch kann es einige Zeit dauern, bis die Gürtelrose wieder ausgeheilt ist.

Die Diagnose

Die Symptome einer Gürtelrose, welche auch Herpes Zoster genannt wird, sind eindeutig und die Diagnose kann durch das Untersuchen des betroffenen Patienten festgestellt werden. Bei der Gürtelrose entstehen kleine, rote Bläschen, welche starken Juckreiz mit sich führen können. Die Bläschen ziehen sich vom Kopf, über Brustkorb bis hin zum Bauch.

Diese Bläschen brennen oftmals und unterscheiden sich optisch deutlich von anderen Ausschlägen, wodurch die sichere Diagnosestellung einfach ist. Der Betroffene wird zu seinem Allgemeinzustand gefragt und der Ausschlag untersucht – mehr ist meist nicht nötig.

Der Erreger der Gürtelrose ist der Varicella- Zoster- Virus, welcher sich im Blut nachweisen lässt. In seltenen Fällen sind die Symptome nicht eindeutig. Sollte dies so sein, kann der Virus durch eine Blutuntersuchung im Blut bestimmt werden und damit die Krankheit eindeutig zugeordnet werden.
Auch eine Untersuchung der Hirnflüssigkeit gibt Sicherheit über die Erkrankung. Nach der Erkrankung lässt sich in der Hirnflüssigkeit eine geringe Zunahme des Eiweißgehaltes und der Zellzahl nachweisen.
Im Blut lässt sich nach der Infektion eine Antikörperbildung nachweisen und der Titer kann bestimmt werden.

Nur in seltenen Fällen treten bei einer Gürtelrose schwerwiegende Folgen auf, wie zum Beispiel eine Rückenmarksschädigung oder Bewusstseinsstörungen. In diesen Fällen ist die Untersuchung der Hirnflüssigkeit notwendig und sinnvoll. Dort können eventuelle Folgeschäden genau diagnostiziert werden.

Gürtelrose Verlauf

Die Herpes zoster, die meist Gürtelrose genannt wird, verläuft in den meisten Fällen so problemlos, dass keine Folgen zurück bleiben. Bei einigen wenigen Betroffenen kommt es – nach Abklingen der Gürtelrose – zu stark oder gar nicht mehr pigmentierter Haut in den Bereichen des Hautausschlages. Dies mag zwar unangenehm sein, aber ”lediglich” ästhetisch, da die Hautveränderungen kein gesundheitliches Risiko beinhalten.

Der typische Hautausschlag geht meist mit Juckreiz einher, heilt allerdings auch ohne medizinsche Behandlung nach zwei Wochen bis zu einem Monat. An einer Gürtelrose erkranken sowohl Kinder, als auch Erwachsene, wobei der Verlauf sich je nach Alter der Erkrankten unterscheidet: Während Erwachsene
oft mit heftigen Schmerzen zu kämpfen haben, beschränkt es sich bei Kindern meist auf den Juckreiz – und dieser kann mit entsprechenden Salben gut bekämpft werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gürtelrose keine Gefahr für die Gesundheit darstellt und nach wenigen Wochen auch von selbst abheilt.

Komplikationen

Wird eine Gürtelrose nicht rechtzeitig behandelt, dann können Komplikationen auftreten. Diese Komplikationen können auch Lähmungen verursachen, die zum Beispiel im Gesicht oder aber auch am Zwerchfell auftreten können. Des Weiteren kann eine Gürtelrose eine Zoster- Enzephalitis verursache, was mit dem Gehirn zusammenhäng, oder Zoster- Meningitis (Gehirnhäute), oder aber eine Zoster- Myelitis verursachen, bei der das Rückenmark betroffen ist.

Werden bei einer Gürtelrose die Nervenwurzeln beteilig, kann es zu Syndromen kommen, bei den auch Muskelschwächen, die bis zu Lähmungen an Beinen und Armen gehen können. Es kann auch passieren, dass das Zwerchfell angegriffen wird, aber das passiert nur in den seltenen Fällen. Auch die Atmung kann ausfallen, und somit kann eine Gürtelrose auch Lebensgefährlich sein. Bei Aussetzung der Atmung, muss derjenige schnellstmöglich beatmet werden.

Falls es zu Komplikationen an Gehirn und Rückenmark kommt, kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen. Es muss dann eine intensive medizinische Behandlung erfolgen.
Gürtelrose kann sich nicht nur äußerlich auswirken, sondern die inneren Organe können angegriffen werden. Hier können ebenfalls lebensgefährliche Komplikationen auftreten. Oft passiert das bei Menschen die ein schwaches Immensestem haben, oder dauerhaft Medikamente zu sich nehmen.

Eine Gürtelrose kann unterschiedlich langanhaltende Schmerzen hervorrufen. Normal halten die Schmerzen kurze Zeit nach der Behandlung an, aber bei zehn bis fünfzehn Prozent können die Schmerzen lange anhalten, vor allem bei Menschen die über 60 Jahre alt sind. Eine Gürtelrose kann einige Tage dauern, aber es kann auch passieren, dass diese Monate lang andauert. Es ist empfehlenswert die Gürtelrose rechtzeitig zu behandeln, da so weitere Komplikationen verhindert werden können. Wirksam ist es wenn die Gürtelrose in Kombination zwischen Schmerzmittel und ein Medikament mit bestimmten Inhaltsstoffen verwendet wird. wie zum Beispiel ein Medikament, welches auch bei psychischen Krankheiten hilft.

Eine Gürtelrose sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da es sonst zu gravierenden Komplikationen führen kann. Es sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der die Gürtelrose medizinisch behandeln kann.

Gürtelrose Vorbeugen

Seit geraumer Zeit ist es möglich, sich gegen die Gürtelrose impfen zu lassen. Der Impfstoff ist hoch konzentriert (höher als der Windpocken – Impfstoff) und ist gut verträglich. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass trotz dieser Impfung eine Gürtelrose auftritt, jedoch verläuft die Krankheit dann meist viel harmloser als ohne Impfung. Ist man geimpft, sinkt das Risiko um 50 Prozent, an einer Gürtelrose zu erkranken.

Entdeckt man erste Anzeichen einer Gürtelrose an seinem Körper, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen, denn je früher die Krankheit behandelt wird, desto schneller kann sie auch wieder abheilen. Durch den raschen Arztbesuch lassen sich weiterhin auch mögliche Komplikationen vermeiden. Dies gilt für alle Krankheiten, denn schnelle Hilfe ist die beste Möglichkeit schwerwiegende Folgen zu verhindern. Lassen Sie sich also immer schnell helfen.

Ist man bereits an einer Gürtelrose erkrankt, gelten keine besonderen Verhaltensregeln, da die Gürtelrose nur in wenigen Fällen ansteckend ist. Doch Vorsicht ist beim Umgang mit Schwangeren geboten! Enger Kontakt mit schwangeren Frauen sollte vermieden werden. Warum? Es besteht die Möglichkeit, dass die Schwangere nicht immun gegen den Erreger der Gürtelrose ist, da sie vielleicht nie Windpocken hatte oder nicht geimpft ist. Dadurch kann es passieren dass sie sich via Schmierinfektion infiziert und Windpocken entwickelt. Das heisst, sie kommt mit dem Inhalt der Gürtelrose-Bläschen in Kontakt. Wenn dies geschieht, kann es sein, dass auch das ungeborene Kind mit dem Erreger infiziert wird. Findet die Infektion kurz vor oder kurz nach der Geburt statt, hat dies schwerwiegende Einflüsse auf die Gesundheit des Kindes.